Die Badische Landesbühne

Die Badische Landesbühne
Leben des GalileiMit den Ohren sehen, auf der Nase tanzenHexenDie erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt

Aktuelles

Vier Premieren zum Start in die neue Spielzeit

Mit gleich vier Premieren starten wir im September in Bruchsal in die Spielzeit 2018.2019.


Den Anfang macht Leben des Galilei von Bertolt Brecht am 20. September um 19.30 Uhr im Großen Haus. Inszeniert wird das Stück für den Abendspielplan von Carsten Ramm. Vor der Vorstellung findet um 19.00 Uhr eine Einführung in die Produktion statt. 


Galileo Galilei weiß: Wahrheit ist ein Kind der Zeit. Mit neuen Instrumenten vermag die Wissenschaft, neue Erkenntnisse zu gewinnen und unumstößliche Wahrheiten in Zweifel zu ziehen. Mit Hilfe eines Fernrohrs entdeckt er am Himmel Erscheinungen, die belegen, dass sich die Erde um die Sonne dreht. Galilei sieht den Anbruch einer neuen Zeit. Das bewiesene kopernikanische Weltbild würde die Herrschaftsansprüche von Staat und Kirche untergraben. Als der wichtigste Astronom im Vatikan Galileis Entdeckungen bestätigt, hofft dieser, endlich den Sieg für die Vernunft errungen zu haben. Das Heilige Offizium aber erklärt das kopernikanische System für ketzerisch. Acht Jahre lang schweigt Galilei. Er sieht seine Chance, als ein Wissenschaftler zum neuen Papst gewählt wird. Doch der hält an der alten Wahrheit fest und lässt Galilei von der Inquisition verhören.



Es folgt am 21. September um 11.00 Uhr im theater treppab die Uraufführung von Mit den Ohren sehen, auf der Nase tanzen. Zum ersten Mal hat die junge BLB ein Stück im Programm, das sich mit Mitteln des Tanztheaters an junge Zuschauer richtet. Inszeniert wird das Stück von Franziska Plüschke.


Manchmal vertrauen wir Menschen blind, wir beschnuppern uns oder können uns überhaupt nicht riechen – und wer nicht hören mag, will vielleicht lieber fühlen? Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen! Die fünf menschlichen Sinne sind Wunderwerke der Natur. Mit unseren Augen erblicken wir unzählige Farben, das Hören ist die Grundlage der Kommunikation und mit der Zunge gehen wir auf Geschmacksexpedition. Der Geruchssinn ist das unmittelbarste Empfinden – Nasen gibt es in endlosen Variationen – und ohne den Tastsinn kann der Mensch gar nicht existieren! Was erleben wir bei einer Berührung? Wo kommt unser Gleichgewicht her? Wie bewegen wir uns durch diese bunte Welt?



Inszeniert von Katharina Schmidt, feiert am 22. September Hexen von Peter Lund und Danny Ashkenasi um 19.30 Uhr Premiere im Hexagon.


Anna Golde und Grete Strumpf tragen das gleiche Kleid. Skandal! Obwohl sie sich bisher noch nie begegnet sind, scheinen sie sich zu kennen. Denn Hexen erkennen sich immer und überall. Beide stehen kurz vor ihrem neunten Leben; höchste Zeit, Bilanz zu ziehen, um im nächsten und letzten endlich die richtigen Entscheidungen zu treffen. In bösen, komischen und aberwitzigen Szenen und Songs erzählen Anna und Grete, wie es ihnen als Frauen durch die Jahrhunderte ergangen ist. Immer mussten sie sich mit der Entscheidung zwischen Familie oder Karriere herumschlagen, für Selbstbestimmung und Unabhängigkeit kämpfen, sich als frigide Heilige oder als obszöne Huren beschimpfen lassen. Haben sich die Geschlechterrollen über die Jahre wirklich verändert?



Zu guter Letzt zeigen wir am 23. September um 15.00 Uhr im theater treppab die Premiere von Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt von Finn-Ole Heinrich und Dita Zipfel in einer Inszenierung von Joerg Bitterich.


Warum dürfen Eltern alles entscheiden? Paulina Schmitt, nicht ohne Grund Maulina genannt, findet das extrem ungerecht. Zumal Erwachsene manchmal echt bescheuert sind! Gründe für Maulattacken hat Maulina gerade genug: dass sie mit Mama in eine „Plastikwohnung“ ziehen muss und ihr Vater nun allein in ihrem Königreich „Mauldawien“ haust zum Beispiel. So nicht! Mit ihrem besten Freund Paul schmiedet sie Pläne, wie sie ihr Königreich zurückerobern kann. Doch dann erfährt sie von der unheilbaren Krankheit ihrer Mutter. Ein Wunder muss her!



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