Die Badische Landesbühne

Die Badische Landesbühne
WeltgeschichtenDie Vermessung der WeltDer IllegaleHimmel und HändeDer SteppenwolfRäuber Hotzenplotz und die MondraketeDas Schmuckstücknichts, was uns passiertSonnenstrahl im KopfsalatWhat on Earth ?!

Aktuelles

Unsere Vorstellungen im März

Auch in diesem Monat bieten wir in Bruchsal ein vielfältiges Programm für Theaterbegeisterte jeden Alters.


Rainer Werner Fassbinder/Fritz Müller-Scherz

Welt am Draht

Mit Hilfe des Supercomputers Simulacron haben Wissenschaftler um Professor Vollmer am Institut für Kybernetik und Zukunftsforschung, kurz IKZ, eine Welt erschaffen, die von künstlichen Menschen bewohnt wird. Die Forscher, darunter Vollmers Assistent Fred Stiller, haben Zugang zu dieser Welt. Einer ihrer Bewohner, ein Mann namens Einstein, weiß, dass er in einer Simulation lebt. Er ist die Kontaktperson der Forscher. Nachdem Professor Vollmer durch einen Unfall ums Leben kommt, wird Stiller zum Technischen Direktor des Instituts befördert. Dass sein Kollege Lause plötzlich spurlos verschwindet und sich niemand an dessen Existenz erinnern kann, ist nur einer von vielen rätselhaften Zwischenfällen am IKZ, denen Stiller auf den Grund gehen will. Einen Hinweis erhält er von Einstein, dem es kurzzeitig gelingt, der Simulation zu entkommen: Auch Stillers Wirklichkeit sei lediglich simuliert und werde von einer höheren Ebene aus gesteuert.

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Thomas Brasch

Mercedes

Zwei junge Menschen treffen sich im Nirgendwo: Sakko hat seinen Job verloren und eine Abfindung bekommen. Arbeitslos, haltlos und einsam steht er an der Straße und zählt die vorbeifahrenden Autos. Um seinem Leben wieder Sinn zu geben, sieht er als einzigen Ausweg die Verpflichtung bei der Armee. Oi kann Sakkos Haltung nur schwer nachvollziehen. Für sie ist freie Zeit doppelte Zeit, arbeitslos oder Urlaub – das mache keinen Unterschied. Wenn sie etwas braucht, klaut sie es im Supermarkt oder aus der Umkleidekabine der Sauna. Und zur Not nimmt sie auch mal Geld für Sex. Sakko und Oi, so grundverschieden ihre Haltungen zu Leben und Arbeit auch sind, versuchen sich langsam anzunähern, probieren unterschiedliche Rollen, Konstellationen, Versuchsanordnungen aus, nehmen Rauschmittel und immer wieder neuen Anlauf. Medium oder Bindeglied ihrer Begegnungen ist ein Auto, das auch als Wunsch und Projektionsfläche dient: ein Mercedes.

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Starter

Was geht mich die Welt an?

Mit der Stückentwicklung Was geht mich die Welt an? haben die Starter, die jüngste der Bürgertheatergruppen der Badischen Landesbühne, am 21. März 2020 um 16 Uhr im theater treppab Premiere. Unter der künstlerischen Leitung von Theaterpädagogin Julia Gundersdorff haben sich die 10- bis 14-jährigen Spielerinnen über mehrere Monate hinweg mit der titelgebenden Frage beschäftigt. Das Ergebnis: Die Welt geht sie so einiges an! Sei es der Klimaschutz, eine Schulreform, die Verteilung von Ressourcen oder die Gleichberechtigung von Jungen und Mädchen – sie wollen mitbestimmen bei den Dingen, die die Welt bewegen und sie wollen ernst genommen werden. Typische Antworten von Erwachsenen wie „Das geht dich nichts an“ oder „Dafür bist du noch zu klein“ lassen sie nicht gelten. Denn in der Zukunft müssen die jungen Spielerinnen mit den Konsequenzen leben, die aus heutigen Entscheidungen folgen. Und sie haben klare Vorstellungen, wie eine Welt von Morgen aussehen soll. Daher fordern sie Mitspracherecht. In Was geht mich die Welt an? machen sie sich für ihre Ideen stark und verschaffen sich Gehör.

Ab 10 Jahren/5. Klasse

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Ensembleprojekt nach Motiven von Sergej Gößner

What on Earth ?!

Neugierde und Abenteuerlust treiben die drei Jugendlichen Valérie, Kéi und Luc vom Mond auf die Erde, den Planeten, von dem ihre Vorfahren vor hundert Jahren geflohen sind. Sie geraten in einen heftigen Sturm, flüchten sich in eine Höhle und stehen vor unzähligen Fragen. Was hat es mit dieser Höhle auf sich? Oder ist es ein Keller? Was sind das für Geräte, die da überall rumstehen? Und vor allem: Warum mussten die Menschen die Erde verlassen? Warum ist es in ihrer Mondkolonie verboten, von der Vergangenheit auf dem blauen Planeten zu sprechen? Was ist hier passiert? Und hätte es verhindert werden können? Die Jugendlichen finden ein altes Tagebuch, einen echten Hamburger und jede Menge Warnungen! Aber finden sie auch Antworten auf ihre Fragen? 

Ab 14 Jahren/9. Klasse

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Janne Teller

Krieg. Stell dir vor, er wäre hier

Krieg. Stell dir vor, er wäre hier ist ein Gedankenexperiment: Es ist Krieg – nicht in Syrien, im Irak oder in Afghanistan, sondern hier, in Europa, in Deutschland. Es regieren Angst und Kälte, Gewalt und Hunger. Wer kann, flieht in den Nahen Osten, wie der 14-jährige Protagonist der Geschichte. Seine Familie lässt alles zurück und landet in einem ägyptischen Flüchtlingslager. Sie ist in Sicherheit, aber in einem fremden Land ein neues Leben zu beginnen, ist alles andere als einfach: Die Behandlung des Asylantrags zieht sich hin, das Ausharren im Lager ist zermürbend. Die anschließenden Versuche, in der fremden Gesellschaft Fuß zu fassen, scheinen vergeblich und allmählich stellt sich die bittere Erkenntnis ein, dort immer Außenseiter und Mensch zweiter Klasse zu bleiben. 

Ab 12 Jahren/7. Klasse

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Edzard Schoppmann

Gastspiel des Theater Eurodistrict BAden ALsace

Marcello, Marceline & das Cello

Zwei verspielte Wesen im Tohuwabohu der Liebe: Ein sich überschätzender Clown, der über sich selber stolpert, und eine puppenhafte Tänzerin, die wie vom Himmel gefallen ist. Er, der Clown, will ein „Konzert für zwei“ geben, solo! Doch alle Versuche, das Konzert für Cello und Gitarre zu geben, enden in den Verstrickungen von verqueren Beinen, hüpfenden Saiten, schrägen Noten und widerspenstigen Notenständern. Da taucht, wie aus Träumen gesponnen, im Klang zwischen Wunsch und Wirklichkeit sie auf: eine Tänzerin, halb Puppe, halb Fee, nicht ganz von dieser Welt. Durch Liebe entschlüsselt öffnet sich der Kokon aus versteinerten Tränen und verborgenen Wünschen, und aus ihm und ihr werden Menschen, die einander gern haben und fortan die Freuden und Nöte des Lebens miteinander teilen wollen. Eine verzaubernde lyrisch-humorvolle Theaterphantasie über Sehnsucht und Einsamkeit, Zweisamkeit und erfülltes Leben. Für kleine und große Kinder.

Ab 4 Jahren/Kindergarten/Vorschule

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theater treppab - das festival

Vier Tage Theater für Kinder und Jugendliche

theater treppab – das festival wird es auch diese Spielzeit geben. Vom 25. bis zum 28. März 2020 bieten die Badische Landesbühne und die junge BLB ihren kleinen und großen Zuschauern ein vielfältiges Programm mit interessanten Gastspielen. Das komplette Programm zum Festival gibt es hier. Wir freuen uns bereits, vier tolle Festival-Tage mit unserem Publikum verbringen zu können!

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Café Europa: Wochen gegen Rassimus

Respekt! Kein Platz für Rassismus!

Obwohl Rassismus laut dem Grundgesetz verboten ist, werden in Deutschland täglich Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder ihres Aussehens benachteiligt! Rechtspopulisten schüren Fremdenhass, die „sozialen“ Medien strotzen vor Hate Speech und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und auf dem Weihnachtsmarkt werden „Mohrenköpfe“ verkauft. Rassismus ist immer hässlich, oft sehr laut und noch öfter leise und subtil. Ich bin doch kein Rassist, wenn ich meinen dunkelhäutigen Nachbarn frage, woher er eigentlich kommt. Oder doch? Im Café Europa, das wir im Rahmen der Wochen gegen Rassismus zeigen, beleuchten wir das Phänomen Alltagsrassismus. Was ist das überhaupt und wie können wir ihm begegnen? Eine Lesung für Respekt und gegen Rassismus!

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Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin

Ein Abend für Thomas Brasch von und mit Marion Brasch

In einer Collage aus Texten, Szenen und Film erzählt die Schriftstellerin und Radiomacherin Marion Brasch von ihrem Bruder, dem „Dissidentendichter“ Thomas Brasch. Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin ist die letzte Zeile eines seiner bekanntesten Gedichte. Und es ist eine Schlüsselzeile für den Schriftsteller, Dramatiker und Filmemacher, von dem der Theatermann Claus Peymann sagte, sein Leben sei ein wüster Roman gewesen, ein Roman über Ost und West. Geboren im englischen Exil der jüdisch-kommunistischen Eltern, aufgewachsen und renitent geworden in der DDR, die er 1976 verließ, um auch in der BRD nie anzukommen, und erst recht nicht im vereinten Deutschland. In seinen Gedichten, Theaterstücken und Filmen konfrontiert Thomas Brasch scharfsinnig, kraftvoll und originell gesellschaftliche Widersprüche in einer Dringlichkeit, die aktueller ist denn je. In ihrem 2012 erschienen Debütroman Ab jetzt ist Ruhe erzählt Marion Brasch die Geschichte ihrer Familie. In ihrer Collage Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin rückt sie ihren großen Bruder Thomas in den Mittelpunkt. Wonach hat er sich gesehnt und woran gerieben? Was trieb ihn weg von seiner Familie und schließlich aus seinem Land?

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Flucht aus Syrien

Ein szenischer Bericht über Aufbrüche und Ankünfte

Im Rahmen der Wochen gegen Rassismus zeigt die Badische Landesbühne einen von jungen Syrerinnen konzipierten szenischen Abend. Die drei Schülerinnen der Käthe-Kollwitz-Schule Bruchsal erzählen darin von ihren Aufbrüchen aus Syrien und ihren Ankünften in Deutschland. Sie stellen ihr Heimatland vor, geben Einblicke in dortige gesellschaftliche und religiöse Strukturen und erzählen von ihrem Leben in Syrien sowie von ihren Träumen und Wünschen. Nachdem der Krieg begann, verließen die drei Schülerinnen das Land und begaben sich auf eine Reise, die sie als „Todesreise“ bezeichnen. Sie kommen in einem Land an, das sie vor ganz neue Herausforderungen stellt. Häufig stoßen sie in ihrem Alltag in Deutschland auf Missverständnisse und Diskriminierungen. Der von ihnen entwickelte szenische Bericht soll aufklären und mit Klischees aufräumen. Um auch über die Bühnenkante hinaus in einen Austausch treten zu können, findet im Anschluss an die Vorstellung ein Nachgespräch mit den drei Darstellerinnen statt.

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Inszenierungsgespräche

zu Welt am Draht, Mercedes und What on Earth ?!

Warum stehen gerade diese Stücke auf unserem Spielplan? Wie bringt man einen Science-Fiction-Text auf die Bühne? Bei den Inszenierungsgesprächen erläutern die Regieteams, was sie an ihren Stoffen interessiert und besonders reizt. Die Regie stellt ihr Inszenierungskonzept vor, die Ausstattung zeigt Bühnenbildmodell und Figurinen und erläutert ihren künstlerischen Arbeitsprozess, die Dramaturgie liefert Hintergrundwissen zu den Texten und Themen der Stücke und manchmal geben Musiker erste Hörproben ihrer Kompositionen. Wir servieren dazu Kaffee und Kuchen und freuen uns, Ihnen einen Einblick in unsere Konzeptions- und Probenarbeit zu geben, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen und uns Ihren brennenden Fragen zu stellen.

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Konzeption&Gestaltung: Artbox - Agentur f. Kommunikation und Design
Umsetzung: egghead Medien GmbH