Die Badische Landesbühne

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Rezensionen

Hermann Hesse

Der Steppenwolf

Wolf E. Rahlfs lässt sein siebenköpfiges Ensemble einen bunten Reigen von traumhaften Assoziationendes Harry Haller und seinem Alter Ego, dem Steppenwolf, tanzen.


Eine wahre Energieleistung liefert Markus Hennes als kraftvoller und zugleich tief verletzlicher Mozart-Liebhaber Harry Haller ab, der den Plan zum freiwilligen Abschied vom Erdendasein ebenso nachvollziehbar auf die Bühne bringt wie sein tief empfundenes Glück in den Armen von Maria und Hermine.

Fränkische Nachrichten/Felix Röttger



Gute zwei Stunden dauert die Inszenierung von Wolf E. Rahlfs. Und es ist keine Minute langweilig. Zur Charakterisierung der Seelenlage Harry Hallers, im Buch seitenlange Abhandlungen, setzt der Regisseur ein Ensemble ein, lässt Textpassagen chorisch und in verteilten Rollen sprechen, das bringt Tempo ins Stück. Große Wirkung entfalten die bildstarken Videoprojektionen. Nicht zu vergessen die Musik, vor allem von Mozart. Und immer wieder blitzt Humor auf wie in den leibhaftigen Begegnungen mit den „Unsterblichen“ Mozart und Goethe. Das Publikum in der gut besuchten Stadthalle applaudiert lange.

Schwäbische Post/Beate Krannich



Die Steigerung hin zu einem skurrilen Surrealismus beim Seelenstriptease, mit dem Auftritt eines vertrottelten Goethe (Cornelia Heilmann), einem Stoffschaf, das auf der Bühne massakriert wird, und drei kichernden, senilen Richtern, die den Steppenwolf zu ewigem Lachen verurteilen, war gelungen und auch kurzweilig. Entsprechend länger fiel der Beifall des Publikums am Schluss aus.

Schwäbische Zeitung/Gerhard Krehlik



Wolf E. Rahlfs überzeugt in seiner Inszenierung des Klassikers an der Badischen Landesbühne mit einer collageartigen Ästhetik, welche die verschiedenen Stile der Vorlage – vom Traktat bis hin zu surrealistischen Passagen – nebeneinander bestehen lässt und sinnlich ansprechend aneinanderreiht. Dabei lässt er, unterstützt durch Bühnenbild und Kostüme von Franziska Smolarek, Videos von Tommi Brem und Musik von Paolo Greco, die Bilder sich nach und nach entfalten. Rahlfs’ „Steppenwolf“, der auf einer Bühnenfassung von Joachim Lux basiert, ist weder ästhetisch noch philosophisch überladen, zeigt reine Freude am Spiel und hält bis zum Ende immer neue Überraschungen bereit.


Die Schauspieler – Markus Hennes als Harry Haller, Nadine Pape als seine androgyne Lehrmeisterin Hermine und Colin Hausberg als Saxofonist Pablo sowie Tobias Karn, Sina Weiß, Cornelia Heilmann und David Meyer – erhielten bei der Premiere in Bruchsal verdient viel Beifall.

BNN/Sibylle Orgeldinger



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