Die Badische Landesbühne

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Rezensionen

Günther Weisenborn/Konstantin Wecker

Der Illegale

Pathos und Theatralität hat sich das Schauspiel-Quintett Colin Hausberg, René Laier, Evelyn Nagel, Vivien Prahl und Tim Tegtmeier abgeschminkt, umso klarer treten zermürbende Verzweiflung und Verunsicherung zutage: Wem kann ich trauen, wer ist auf welcher Seite?

Heilbronner Stimme/Leonore Welzin


René Laier ist der Erzähler, der rational den deutschen Weg in die Katastrophe analysiert anhand der Lebenserinnerungen Weisenborns. Tim Tegtmeier und Vivien Prahl verkörpern in den Spielszenen die jungen Wilden des Widerstandes, die an ihre Kraft glauben (und sie überschätzen). Evelyn Nagel übernimmt unter anderem die Rolle einer Anklägerin in der Rückschau. Colin Hausberg entspricht dem Autor am ehesten – vorsichtig tastend, von Angst erfüllt, kein Held, getragen vom Anspruch, etwas tun zu müssen und begleitet von der Traurigkeit, dass es den Menschen wenig bedeuten wird.

Nachtkritik/Steffen Becker


René Laier trägt in bewegender Intensität zentrale Kapitel aus Weisensborns „Memorial“ vor, Evelyn Nagel führt in einer perfiden Verhörszene mit Vivien Prahl die unmenschlichen Methoden der Gestapo vor, Colin Hausberg und Tim Tegtmeier bezeugen in einem Ausschnitt aus „U-Boot S 4“ den leidenschaftlichen Protest gegen den Krieg.


Viele der Texte wurden für die Revue von Konstantin Wecker vertont – musikalisch reizvoll, oft auch provokant in der Kombination von Klavier (Oliver Taupp) und markantem Cello (Konstantin Malikin).

BNN/Rüdiger Krohn



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