Die Badische Landesbühne

Die Badische Landesbühne
Die Vermessung der WeltDer IllegaleHimmel und HändeRäuber Hotzenplotz und die Mondraketenichts, was uns passiertSonnenstrahl im KopfsalatWhat on Earth ?!Welt am DrahtMercedes

Rezensionen

Daniel Kehlmann

Die Vermessung der Welt

Unendlich dicht die Handlung dieser Doppelbiografie, von Regisseur Arne Retzlaff großartig umgesetzt, einfach und genial auch das Bühnenbild: eine schwarze Wand.


Die Schauspieler der Badischen Landesbühne zeigten am Montag bei der Kulturbühne Weiden eine großartige, gefühlsintensive Leistung, wobei außer Humboldt (David Meyer) und Gauß (Martin Behlert) vier weitere Darsteller mehrere Rollen spielten. Elena Weber glänzte als Erzählerin, als Eugen Gauß und Aimé Bonpland. Sina Weiß hatte gleich sieben Rollen, Stefan Holm fünf. Den Herzog von Braunschweig und drei weitere Rollen spielte überzeugend Hannes Höchsmann. Für die Inszenierung gab es langanhaltenden Applaus und Bravo-Rufe.

Der neue Tag/Gabriele Glaubitz


Mit Dirk Englers Bühnenbearbeitung von Daniel Kehlmanns Erfolgsroman „Die Vermessung der Welt“ hat die Badische Landesbühne Bruchsal im ausverkauften Bahnhof Fischbach das Publikum begeistert.


Ebenso überzeugend ist die Ausstattung von Ella Späte, das Spiel mit diversen Requisiten.

Schwäbische Zeitung/Helmut Voith


Insgesamt bietet die Badische Landesbühne mit großem Einsatz einen prallen, lebendigen und lehrreichen Theaterabend, inklusive Einführung und informativem Programmheft. Das wird vom Publikum auch entsprechend gewürdigt, mit einem von Bravorufen durchsetzten Beifall.

Der Teckbote/Ulrich Staehle


Einen so komplexen Stoff auf die Bühne zu bringen und dabei den Humor und die Intelligenz der literarischen Vorlage beizubehalten, gelingt in dieser Umsetzung von Regisseur Arne Retzlaff absolut überzeugend. Die Inszenierung sprüht vor Ideen, die neben ausgezeichneten darstellerischen Leistungen auch interessante visuelle Elemente wie Puppenspiel (Detlef Heinichen) und eine Art Scherenschnitt-Theater einschließen.

Rhein-Neckar-Zeitung/Pia Geimer


Die Inszenierung von Arne Retzlaff hat den durchaus ernsthaften und zugleich aber auch ironisch satirischen Ansatz des Autors aufgegriffen und mit hervorragenden Bühnenmitteln umgesetzt (schwarzes Theater, Puppenspiel, raffinierte Lichteffekte). Dazuhin entfalteten die Spieler große Verwandlungskunst in engster Abfolge (Sina Weiß verkörperte sogar sieben verschiedene Figuren).


Versprochen und geboten wurde ein „poetisch spannender und witziger Theaterabend“, der aber genügend Raum ließ für Kehlmanns „satirische Auseinandersetzung mit Größe und Komik deutscher Geistesgeschichte“.

Schwarzwälder Bote/Barbara Olowinsky


Getragen von herausragenden schauspielerischen Leistungen nicht nur der Protagonisten David Meyer (Humboldt) und Martin Behlert (Gauß), sondern auch einer textstarken, wandlungsfähigen Elena Weber (Erzählerin, Bonpland, Gauß-Sohn) sowie phänomenal in wechselnden Nebenrollen Sina Weiß, Stefan Holm und Hannes Höchsmann, lohnt bereits die Schauspieler-Leistungen den Theaterbesuch.

Heilbronner Stimme/Leonore Welzin


Ganz stark agieren David Meyer als Humboldt und Martin Behlert in der Rolle von Gauß. 


Ella Spätes Ausstattung, die selbst mit wenigen Requisiten tolle Effekte hervorruft, Thilo Schwarz’ stimmungsvolle Beleuchtung und Detlef Heinichens verblüffendes Puppenspiel setzen unübersehbare Akzente.

Gerhard Keck/Schwarzwälder Bote


Mit dem unverstellten Nebeneinander von Größe und Komik gewann die Aufführung die Sympathien der Zuschauer, die sich über den ewigen Vermessungswahn und die Sammelwut von Humboldt genauso amüsieren konnten wie über den polternden und seine Umgebung beleidigenden Gauß. Wie im Roman räumte die Inszenierung genüsslich mit dem Bild vom großen Forscher auf, der alles unter Kontrolle hat.

Main-Post/Felix Röttger


An der Badischen Landesbühne nutzt die Inszenierung von Arne Retzlaff in der Ausstattung von Ella Späte die passenden Mittel, um die im Roman angelegten Gegensätze dramatisch zu evozieren: Möglichkeiten und Grenzen, Bewegung und Erstarrung, Rationales und Irrationales.


Das Puppenspiel von Detlef Heinichen trägt zu der an Schwarzes Theater erinnernden Atmosphäre bei: Wenn Schauspieler und Puppen miteinander verschmelzen, wird die Spannung zwischen Größe und Lächerlichkeit spürbar. Eine Spannung, die auch die Darsteller zu verkörpern mögen.

BNN/Sibylle Orgeldinger



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