Die Badische Landesbühne

Die Badische Landesbühne
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Rezensionen

Bettina Wilpert

nichts, was uns passiert

Da die vier Akteure ständig in neue Rollen schlüpfen – sogar die Rollen von Anna und Jonas wechseln dabei –, wird auch das Publikum gezwungen, sich mit immer wieder neuen Sichtweisen und vielleicht auch mit eigenen Vorurteilen auseinanderzusetzen, ohne sich zu sehr mit einer Person identifizieren zu können. Colin Hausberg und Elena Weber verkörpern absolut glaubwürdig die innere Zerrissenheit. 


Temporeich und intensiv gespielt, bietet diese Inszenierung sicherlich auch für Oberstufenklassen viel anregenden Diskussionsstoff. Unbedingt empfehlenswert!

Rhein-Neckar-Zeitung/Pia Geimer


Die vier Akteure Colin Hausberg, David Meyer, Elena Weber und Sina Weiß wussten bei diesem teils verstörenden Stück ihre jeweiligen Rollen authentisch und überzeugend zu gestalten und man nahm ihnen jeder Zeit ihre Emotionen, Unsicherheiten, Rechtfertigungen und Zweifel ab.

Fränkische Nachrichten/Antje Bauer


Das Stück beginnt in Form einer Pressekonferenz, bei der über das Geschehen informiert wird. Wenn die beiden unterschiedlichen Sichtweisen von Jonas und Anna dargestellt werden, löst sich dieses starre Format auf. Ein Mann und eine Frau übernehmen jeweils die Rolle der beiden Beteiligten. Andere stellen Schwestern, Freunde und Bekannte dar. So entsteht eine äußerst dichte, intensive und plakative Darstellungsweise der drängenden Fragen: Was geschah in der Nacht?


Die Inszenierung zieht den Zuschauer in die Problematik hinein, ohne die drängenden Fragen zu beantworten, weil es keine allgemeingültigen Antworten darauf gibt.

Fränkische Nachrichten/Martin Bernhard


Inszeniert streckenweise als Verhörsituation im Gericht präsentiert Regisseurin Ruth Messing eine überzeugende Mischung aus Erzählung und Spiel, aus Anteilnahme und Distanz. Überraschend gut wirken die gesplitteten Charaktere: Protagonistin Anna wird mal von Elena Weber, mal von Sina Weiß gespielt, die beide auch noch sowohl Freunde als auch Umfeld darstellen. Mal sprechen die vier Darsteller ins Mikrofon, mal sampeln sie ihre Stimmen, mal singen sie, mal rasten sie aus oder schluchzen mit grellen Scheinwerfern auf dem eigenen Gesicht. Colin Hausberg und David Meyer geben die männlichen Parts in dieser dichten Aufführung, die vor allem auch durch die starke Leistung aller vier Darsteller viel Kraft erfährt.


Das Premierenpublikum spendete viel Applaus für diesen wichtigen Beitrag zur Debatte um sexualisierte Gewalt. Ein empfehlenswerter Abend, über den man sprechen sollte

BNN/Ute Bauermeister



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