Die Badische Landesbühne

Die Badische Landesbühne
Da sind wir wieder - Spielzeit 2021.2022Professor UnratKabale und LiebeKunst

Rezensionen

Molière

Amphitryon

Die Songs der schwedischen Kultband und die Versuchung mitzusingen gehören an diesem Abend ebenso dazu wie bonbonfarbene Kostüme, softeisfarbene Perücken, schiefe silberne Sterne und große schwarze Baueimer, auf denen in pinkfarbenen Großbuchstaben „Theben“ steht. „Amphitryon“ von Molière zwischen Barock und Pop – das löst Klamaukalarm aus. Warum nicht, wenn der Klamauk so konsequent daherkommt wie nun beim Theatersommer der Badischen Landesbühne?


Der Regisseur setzt bei der Molière-Komödie „Amphitryon“ ganz auf Verwechslung, Verwirrung und Übertreibung. 

Badische Neueste Nachrichten/Sibylle Orgeldinger


Slapstickeinlagen, die Untermalung mit ABBA-Songs und die schrillen Kostüme und Perücken, die die Kostümabteilung um Kerstin Oelker ausgewählt hatten, machten den farbenfrohen Klamauk perfekt.

Fränkische Nachrichten/Nadine Schmid


Die Inszenierung von Arne Retzlaff kam bestens an: Nicht enden wollender Applaus zeigte, wie sehr die Buchener „ihre“ Badische Landesbühne vermisst hatten. Schauspielerische Bestleistungen – zum Ensemble gehörten Tobias Strobel, Thilo Langer, Martin Behlert, Elena Weber, Tim Tegtmeier und Vivien Prahl – trafen auf geschliffenen Wortwitz und jede Menge Situationskomik. Das „Corona-Comeback“ kann als äußerst gelungen betrachtet werden.

Fränkische Nachrichten/Adrian Brosch


Leichtfüßig und unterhaltsam wurde Molières Komödien-Klassiker aus dem 17. Jahrhundert präsentiert und dem Ensemble reichlich Gelegenheit geboten, mit Slapstick und Pantomime dem Affen Zucker zu geben. Man musste schon zweimal hinschauen, um die Doppelgänger von den Originalen unterscheiden zu können.


Eine runde Leistung lieferte das Ensemble ab, wobei aus dem Sextett Tim Tegtmeier als Diener Sosias herausstach, weil er die Zweifel an seinem Verstand mit starken Gefühlsausbrüchen zu unterstreichen wusste und dennoch bereit war, sich in die neue Situation zu fügen.

Fränkische Nachrichten/Felix Röttger


Die Inszenierung von Arne Retzlaff spielt auch mit Übertreibungen, mit großem Nachdruck – und mit dem Griff in die Überraschungstüte. Lieder von Abba als Begleitung eines Molière-Stückes, einem der größten Dramatiker der französischen Klassik? Funktioniert. Da tanzen der Feldherr Amphitryon – oder sein Doppelgänger – zu „Fernando“, kokettieren die Akteure mit „Super Trouper“, der Einstieg flutscht mit „Honey Honey“ in eine Komödie, in der viel gestöhnt, geschmachtet und auch gestritten wird.


Mit schöpferischer Kraft hat die Landesbühne aus dem Stück, das auch von Heinrich von Kleist umgesetzt wurde, wieder ihr eigenes Ding gemacht, das mit Frechheit, Kühnheit und viel Humor punktet.

Rhein-Neckar-Zeitung/Christiane Barth



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