Die Badische Landesbühne

Die Badische Landesbühne
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Rezensionen

Theresia Walser

Die Empörten

Dem Walldürner Publikum – viele bekannte Gesichter, die trotz Corona Lust auf Kultur hatten – wurde ein wahnsinnig anmutender Mix aus schwarzer Komödie, Politsatire, Psychothriller und ländlicher Milieustudie geboten: Groteske Dialoge von nicht ganz wahrheitsfernem Parodie-Charakter, an der Spitze Elsa Lerchenbergs diabolisches Endzeit-Gefasel, und in ihrer überspitzten Scheußlichkeit zwar abstoßende, aber doch durchaus in mancher Kleinstadt so oder so ähnlich wieder zu findende Figuren schufen einen sehr unterhaltsamen, absurd komischen und zugleich nachdenklichen Theaterabend. Auch Ensemble und Requisiten der Inszenierung Alexander Schillings wussten zu überzeugen.

Fränkische Nachrichten/Adrian Brosch


Mit ihrer Politsatire „Die Empörten“ von Theresia Walser entlarvte die Badische Landesbühne bei ihrer Vorstellung in der Aula Alte Steige in Wertheim Abgründe, die sich im Verborgenen befinden. Dass die Autorin und Regisseur Alexander Schilling nebenher noch Genres-Grenzen vermischten und dem ernsten Thema durch Slapstick-Einlagen eine lächerliche Note gaben, passte optimal zum Inhalt. Es sorgte bei den Zuschauern nicht nur für den Wechsel zwischen Lachen und Empörung ob des Bühnengeschehens, sondern zwang sie auch, im Anschluss noch länger über das Gesehene nachzugrübeln.


Lachen, Nachdenken, Gesellschaftskritik und Sprachwitz – „Die Empörten“ hatte alles, was ein gelungener Theaterabend braucht.

Fränkische Nachrichten/Nadine Schmid


Pilgrim ist so verwirrt und zerrissen zwischen Wut und Trauer, wie sich viele fühlen. Am Ende gewinnt die Trauer um zwei Menschenleben die Oberhand, dafür sorgt Frau Achmedi. Das Ensemble spielte eineinhalb Stunden am Stück, eine beachtliche Leistung, auch für die Zuschauer. Es waren übrigens nicht sehr viele. Die, die da waren, haben ein beeindruckendes Theaterstück erlebt, das wieder einmal gemahnte, den Anfängen zu wehren.

Schwarzwälder Bote/Daniel Zabota


Eine reife Leistung der fünf Akteure, die alle in ihrer Rolle überzeugen konnten und am Ende ihren verdienten Beifall bekamen – ganz anders als bei der Uraufführung vor zwei Jahren im Rahmen der Salzburger Festspiele, wo das Stück ausgebuht wurde.

Fränkische Nachrichten/Antje Bauer


Evelyn Nagel überzeugt als karriere-geile Bürgermeisterin, die nun im wahrsten Sinne des Wortes eine Leiche im Keller hat.


Die besondere Sorgfalt des Regisseurs Alexander Schilling gilt der Gestalt der Frau Achmedi. Er lässt Elena Weber sich als tief betroffene junge Frau in die Herzen des Publikums spielen. 


Anfangs begleiten Lacher das Geschehen auf der Bühne. Im Laufe des Abends bleibt das Lachen aber allen im Halse stecken, so dass der begeisterte Schlussapplaus erst nach einer längeren Pause einsetzte. Die Aufführung wirkt lange nach.

Badische Neueste Nachrichten/Margrit Csiky



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