Die Badische Landesbühne

Die Badische Landesbühne
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Rezensionen

Carl Zuckmayer

Der Hauptmann von Köpenick

Zuckmayers Schauspiel führt eine Fülle von Figuren vor Augen und dementsprechend vielfältig sind die Rollen des achtköpfigen Ensembles mit Tobias Strobel, Martin Behlert, Lukas Maria Redemann, Stefan Holm, Hannes Höchsmann, Nadine Pape, Elena Weber und Lydia Fuchs. Damit greifen die Verantwortlichen voll in den Pool aus profilierten Darstellern der Landesbühne. Strobels Leistung als Wilhelm Voigt ist höchst anerkennenswert. Voigts Schwager Hoprecht ist gut aufgehoben bei Martin Behlert. Elena Weber gefällt mit der eruptiven Art der Bürgermeistergattin Obermüller. Nadine Pape erweist sich als ungeheuer wandlungsfähig und kehrt gekonnt die Plörösenmieze mit dem typisch berlinerischen Duktus heraus.

Neckar-Chronik/Gerhard Keck


Die Vorstellung war gut besucht, und Arne Retzlaffs Umsetzung gefiel dem Publikum.


Am Ende gab es herzlichen Applaus trotz oder wegen Zuckmayers nachhallender Erkenntnis: „Wichtig ist gar nichts. Dazu ist die Welt zu groß.“

Rhein-Neckar-Zeitung/Ronald J. Autenrieth


Die Badische Landesbühne bot auf jeden Fall in bestem Berlinerisch zwei Stunden gleichermaßen anspruchsvolles, gekonnt gespieltes und unterhaltsames Theater.


Bei aller Wut über die Ungerechtigkeiten und das Kopfschütteln über das Agieren so mancher Figuren bleibt am Ende das Lachen über all die komischen Szenen, etwa des selbstverliebten Leutnants, der unfreiwillig in eine Schlägerei gerät. Und die Freude, dass am Schluss der kleine Mann gewinnt, nicht die Obrigkeit. Und wie immer bei den Aufführungen der Landesbühne die Erinnerung an einen tollen Theaterabend.

Main-Echo/Nadine Schmid


In der Titelrolle brillierte Tobias Strobel, der die Rolle des Titelhelden vom Gebeutelten zum schneidigen Hauptmann exzellent entwickelte, dabei aber auch von seinen Mitspielern vortrefflich unterstützt wurde.


Auch diese gesellschaftskritische Botschaft ist bei der Inszenierung der Landesbühne in jeder Szene präsent und macht aus einem Schwank ein hochpolitisches Stück mit viel Tiefgang.

Rhein-Neckar-Zeitung/Joachim Casel


Lauter Karikaturen zeigt Arne Retzlaff, Oberspielleiter der Badischen Landesbühne, in seiner Inszenierung des Stücks „Der Hauptmann von Köpenick“– und dazwischen einen Menschen.


Lang und schmal, mit sorgenvollen Falten um den Mund und einem Blick, in dem sich Hoffnung und Sehnsucht mit Angst und Traurigkeit abwechseln – so spielt Tobias Strobel den Helden des 1931 uraufgeführten Dramas. 


Hinter der alles dominierenden Uniform scheinen im Stück immer wieder Motive aus Märchen auf. An der Badischen Landesbühne bildet das Zarte, Zauberhafte ein leichtes Gegengewicht zum groben Zerrbild.

Badische Neueste Nachrichten/Sibylle Orgeldinger



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